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Hier und heute – Reportage

Veröffentlicht: 4. Dezember 2017 in Programmankündigung

http://www.ardmediathek.de/tv/Hier-und-heute-Reportage/Monheim-Wie-viel-Islam-vertr%C3%A4gt-eine-S/WDR-Fernsehen/Video?bcastId=45355906&documentId=47916764

Monheim – Wie viel Islam verträgt eine Stadt?

Warum in Monheim ein Moscheenstreit tobt
Eine Hier und heute Reportage von Lena Rumler
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WDR – Hier und Heute – Reportage – Monheim

Kostenlose Grundstücke für den Bau zweier Moscheen! Mit diesem in Deutschland bislang einmaligen Vorhaben ist die kleine Stadt Monheim in NRW im letzten Jahr in die bundesweiten Schlagzeilen gekommen. Ihr Bürgermeister Daniel Zimmermann will ein Zeichen für die Integration setzen. Der Aufschrei war groß in Monheim. Unter der Überschrift „Keine Steuergelder für Moscheegrundstücke“ versuchten die Oppositionsparteien die Pläne zu stoppen. Dabei ist Monheim eine der reichsten Kommunen in NRW und kann sich diesen Schritt leisten. Es geht im Kern also um andere Fragen, z.B. wieviel Islam toleriert die Stadt? Und gehören die Muslime schon so weit dazu, dass auch für sie Steuergelder ausgegeben werden dürfen? Fragen, deren Antworten aktueller und wichtiger kaum sein könnten. Für Monheim, aber auch für Deutschland.

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WDR – Hier und Heute – Reportage – Monheim

Bemerkenswert ist dabei, dass es die beiden Gemeinden seit Jahrzehnten in Monheim gibt, versteckt in Hinterhöfen. Daran hat bislang auch niemand Anstoß genommen. Aber nun will der Bürgermeister sie in die Mitte der Gesellschaft holen. Am Ortseingang und in einem Wohnviertel sollen die Moscheen stehen, mit Minaretten, Unterrichtsräumen und Cafés. Darin sehen einige Monheimer den Untergang des Abendlandes. Die Argumente dagegen sind vielfältig. Die Ängste diffus. Gleichzeitig bezeugen die Kritiker, dass sie nichts gegen Muslime haben und für Integration sind.

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WDR – Hier und Heute – Reportage – Monheim

„Hier und heute“ hat die Situation in Monheim über einige Monate beobachtet. Wir sind dabei, wenn die Politiker sich die Köpfe einschlagen, gehen in die beiden Moscheen, treffen Monheinmer, junge Muslime, Skeptiker und Befürworter. Eine spannende Bestandsaufnahme einer Stadt im Glaubenskampf.

 

Was trägst Du drunter?
Dessous von Muslima

von Franziska Schmidt

http://www1.wdr.de/fernsehen/frau-tv/sendungen/frautv-brustkrebs-106.html

Es wird viel diskutiert in diesen Tagen – über muslimische Frauen und ihre Kleidung: Kopftuch, Hijab, Burka – es geht immer um das, was muslimische Frauen drüber tragen. Aber was tragen sie drunter? Damit beschäftigt sich die Wahl-Kölnerin Cansu Gün. Selbst Muslima. Sie räumt auf mit den klischeehaften Bildern, die sich viele von muslimischen Frauen machen.

Muslima

Junge Krebskranke – neue Strategien fürs Überleben

Link zur Reportage: www1.wdr.de/verbraucher/gesundheit/junge-krebskranke-neue-strategien-102.html

Von Monika Härle

Kamera: Petra Domres & Hubert Schick
Schnitt: Holger Bischoff

Redaktion: Margit Höh

Jedes Jahr bekommen mehrere Tausend junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 39 Jahren die Diagnose Krebs gestellt. Tumore haben  Brust, Haut, Lymphdrüsen, Hoden oder Blut befallen. Für junge Menschen, die gerade im Leben durchstarten wollten, ist nichts mehr so, wie es vorher war.
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Die gute Nachricht: Mehr als 80 Prozent der jungen Erwachsenen werden geheilt. Doch was kommt dann? Oft stehen sie allein mit ihren Problemen und Ängsten. Kommt der Tumor zurück, wie verkrafte ich die Nebenwirkungen der Behandlungen? Sie wissen nicht, ob sie jemals Kinder bekommen können, eine Ausbildung oder ihr Studium schaffen, oder ob sie einen Partner fürs Leben finden werden.

Krebsbehandlung heute – Nebenwirkungen inklusive

Nach der Diagnose geht es meist sehr schnell, denn je früher mit der Behandlung begonnen wird, desto besser sind die Heilungschancen. In der Regel wird der Tumor zunächst operativ entfernt, dann kommen ein oder mehrere Behandlungszyklen Chemotherapie und häufig danach auch noch Bestrahlung.

Ärzte wissen, welche Neben- und Nachwirkungen die Mittel haben. Mit hochgiftigen Medikamentencocktails und Strahlen werden Krebszellen abgetötet – und dabei auch gesunde Körperzellen geschädigt. Bekannte Nebenwirkungen: Funktionsstörungen bei Herz, Lunge, Nieren oder  Magendarm. Hormone geraten durcheinander, die Konzentration fällt schwer und besonders schlimm: Das Risiko für neue, andere Krebserkrankungen – sogenannte Neoplasien – steigt. Chemo und Bestrahlung, das ist nach wie vor Standard in der Krebsbehandlung.

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Neue Therapien, neue Hoffnung

Neuerdings gibt es immer wieder hoffnungsvolle Nachrichten über neue, immer besser wirkende Krebsmedikamente. Es geht um neue Wirkstoffen, die entweder gezielt am Tumor angreifen oder das körpereigene Immunsystem stimulieren. In den meisten Fällen sind es spezielle Antikörper, die sich an bestimmte Oberflächenmoleküle von Körperzellen- oder Krebszellen heften und dort ihre Wirkung entfalten. „Personalisierte Medizin“ wird das genannt und die Wissenschaftler sind zuversichtlich, dass auch junge Erwachsene eines Tages von ihnen profitieren. Noch bekommen sie nur Patienten, bei denen nichts anderes mehr hilft.

Insbesondere eine neue Klasse von Antikörpern – sogeannte PD-1-Blocker – versetzen wichtige Abwehrzellen des menschlichen Körpers (T-Zellen) in die Lage, Tumorzellen wieder gezielt als bösartige fremde Zellen zu erkennen und zu zerstören. Die Tumorzellen schaffen es normalerweise, sich zu maskieren und praktisch vor dem Immunsystem zu verstecken, um nicht attackiert zu werden. Professor Andreas Engert von der Uniklinik Köln ist zuversichtlich:  „Vor 10 Jahren hat man noch gesagt ‚Die spinnen!‘, als wir gesagt haben, Hodgkin-Patienten oder andere Krebspatienten nur mit Antikörpern, also ohne Chemotherapie, zu heilen. Jetzt ist es realistisch.“

Kinder kriegen trotz Chemo?

Die Chemotherapie verursacht Unfruchtbarkeit, denn die giftigen Mittel schädigen Ei- und Samenzellen. Anders als bei der Spermienproduktion, können sich bei Frauen zerstörte Eierstöcke nicht wieder erholen und ein Kinderwunsch kann aus eigener Kraft nicht erfüllt werden.

An der Uniklinik Köln erforscht die Gynäkologin Gohar Rahimi Methoden, wie junge Krebspatienten nach einer erfolgreichen Therapie Eltern werden können. Eizellen, Samenzellen und auch befruchtete Eizellen können vor einer Chemo- und Strahlentherapie eingefroren werden und bei Kinderwunsch wieder aufgetaut werden. Die Gefriermethoden haben sich mittlerweile deutlich verbessert, so dass die Chancen für junge, geheilte Krebspatienten gut stehen, eigene Kinder zu bekommen.

Arzt sitzt vor einem Computer zur Kryokonservierung

Die Kryokonservierung hat sich mittlerweise deutlich verbessert.

Anders als bei Spermien ist das Verfahren bei Eizellen etwas komplizierter – es können nur einige Eizellen entnommen und eingefroren werden. Wenn 15 bis 20 Eizellen gewonnen und eingeforeren werden, gibt es eine realistische Chance auf eine spätere Schwangerschaft. Auch Eierstockgewebe kann eingefroren und später wieder transplantiert werden. Hier besteht eine 20- bis 25-prozentige Chance für eine Schwangerschaft. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten dieser sogenannten Kryokonservierung nicht, weder beim Mann noch bei der Frau. Die Kosten liegen zwischen etwa 600 bis ungefähr 3000 bis 4000 Euro. Am günstigen ist die Kryokonservierung von Spermien, bei Frauen kommen noch Kosten für Medikamente und operative Eingriffe zur Entnahme von Eizellen oder Eierstockgewebe hinzu.

Zurück ins Leben

Unmittelbar nach der Behandlung schließt sich in der Regel eine Rehabilitationsmaßnahme an, damit sich Patienten von den Strapazen der Krebsbehandlung erholen können. Auf junge Krebspatienten sind aber nur ganz wenige Kliniken spezialisiert, wie zum Beispiel die Junge Erwachsenen Reha (JER) Bad Oexen. Hier geht es nicht nur um Erholung, sondern auch darum, wieder eine neue Perspektive für das Leben „danach“ zu bekommen. Denn mittlerweile gibt es rund 250.000 Langzeitüberlebende nach Krebs.

Ein junger Patient in der Reha

Unmittelbar nach der Behandlung schließt sich in der Regel eine Rehabilitationsmaßnahme an.

Langzeitnachsorge – Suvivorship

Konkrete Vorgaben für die langfristige Krebsnachsorge und vor allem die Spätfolgenberatung existieren nicht. Engmaschige Nachsorgeuntersuchungen gibt es nur in den ersten drei bis fünf Jahren nach Ausbruch der Erkrankung, dann ist jeder auf sich alleine gestellt, um die Langzeit-Nachsorge zu organisieren – „Versorgungslücke“ nennen zahlreiche Experten das.

Darum wurde vor kurzem die Deutsche Stiftung junge Erwachsene mit Krebs gegründet. Sie will jungen Überlebenden helfen und sorgt langfristig für eine bessere medizinische und psychosoziale Betreuung. Und sie unterstützt Projekte wie das an der Uniklinik Köln: „Suvivorship“ genannt. Hier wird bei der Diagnose bereits die Spätfolgenbehandlung mitgedacht. Die Patienten werden nicht mehr aus den Augen gelassen, eben auch dann nicht, wenn sie als geheilt gelten.

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Hilfe durch Selbsthilfe

Hier leistet die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs wichtige Pionierarbeit. Ausdrücklich wendet sich die Stiftung an junge Menschen, da für sie zwar nach außen hin das Leben einfach weitergeht. Doch wie es in ihnen drin aussieht, können Nichtbetroffene kaum nachvollziehen. Sie will Mut zum Austausch machen, zur gemeinsamen Bewältigung der Krankheit.

Aber auch zahlreiche Vereine widmen sich auf lokaler Ebene der Unterstützung von jungen Krebspatienten, zum Beispiel der Kölner Verein Lebensdurst-ICH e.V., der  regelmäßig Herzenswünsche von jungen Patienten mit Krebs erfüllt. Mit diesem Verein gehen Betroffene zum Beispiel auf Segeltörn oder auf gemeinsame Konzerte. Sie lernen, dass trotz ihres Schicksalschlags normales Leben möglich und lebenswert ist. Für manche ist auf diese Weise Krebs nicht das Ende, sondern der Anfang eines neuen Lebens.


 


Krankhafte Liebe Das nächste Opfer

Panoramabild menschen-hautnah

Morgen, 11. Februar 2016, 22.40 – 23.25 Uhr

Sarah K. aus Köln ist im Oktober 2015 vier Tage lang in der Gewalt ihres Ex-Freundes. Dass sie noch lebt, verdankt Sarah K. ihrem Nachbarn, der die Polizei ruft. Ihr Freund hatte sie gefoltert, grün und blau geschlagen, ihr die Knochen gebrochen. Die Beamten treten schließlich die Tür ein und finden die 26-Jährige schwer verletzt auf dem Bett. Sie muss ins Krankenhaus. Den mutmaßlichen Täter führen die Polizisten in Handschellen ab, er sitzt seitdem in U-Haft.


Frau mit Hämatomen am Auge und verletzter Hand
Bild 1 vergrößern Sarah K. wurde nach eigener Aussage von ihrem Ex-Freund krankenhausreif geschlagen

Stalking und Terror

Markus ist nicht nur der Ex-Freund von Sarah K., sondern auch von Marion. Mit ihr hat er zwei Kinder. In unserem ersten Film „Krankhafte Liebe – eine Familie zerbricht“ haben wir am 2. Juli 2015 berichtet, wie Markus Marion zwei Jahre lang stalkt, bedroht und terrorisiert. Er will nicht akzeptieren, dass sich die Mutter seiner zwei Kinder von ihm trennt. Beinahe jede Nacht steht er vor dem Wohnhaus der kleinen Familie, bombardiert die Fenster mit Eiern und anderen Wurfgeschossen und versucht sogar, einen Brandsatz zu legen.

Gefährliche Liebe


Immer wieder steht Markus wegen seiner Taten vor Gericht. Ab April 2015 ist plötzlich Ruhe. Der Grund: Markus hat eine neue Liebe. Sie heißt Sarah. Zunächst verläuft die Beziehung gut. Doch im Juli eskaliert die Situation zum ersten Mal. Markus verprügelt seine Freundin, weil er glaubt, sie habe ihn betrogen. Er traktiert die junge Frau mit Fäusten, tritt ihr in den Brustkorb, fesselt sie. In der Nacht gelingt Sarah K. die Flucht, die Polizei nimmt Markus fest und er kommt in U-Haft. Für zwei Wochen. Dann ist er wieder frei, trotz seines Vorstrafenregisters und der noch nicht verhandelten Gewalttaten gegenüber seiner Ex-Freundin Marion.

Lebensgefahr

Sarah K. verzeiht Markus, glaubt daran, dass jetzt alles besser wird und er eine Therapie macht: „Ich bin verliebt gewesen und wollte damals meinen Mann wiederhaben. Weil ich felsenfest davon überzeugt war, das kriegen wir hin.“ Das Jugendamt nimmt ihr daraufhin die Kinder aus einer früheren Beziehung weg. Sarah K. schmiedet Hochzeitspläne. Doch Markus bleibt hochaggressiv und gefährlich. Anfang Oktober dann die zweite Eskalation: Es kommt zu Folter und Gewalt, die Sarah fast das Leben gekostet hätten.

In unserem Menschen Hautnah „Krankhafte Liebe Teil II“ geht Autorin Diana Ahrabian der Frage nach, ob die Justiz im Fall Markus versagt hat oder ob das derzeitige Stalkinggesetz nicht ausreicht. Fest steht: Beiden Frauen mussten Furchtbares erleiden, weil sie vor Markus nicht geschützt wurden.

Ein Film von Diana Ahrabian
Redaktion: Jessica Briegmann



Marion, eine junge Frau, sportlich-lässig gekleidet. Sie hat ein freundliches, rundliches Gesicht und einen zuversichtlichen Blick.

Krankhafte Liebe Eine Familie zerbricht

Marion ist 19 Jahre alt, als sie ihren Freund kennenlernt. Es ist bei beiden die erste große Liebe. Obwohl Markus zwei Jahre jünger ist, steht das Machtgefüge innerhalb der Beziehung schnell fest. Der Mann hat das Sagen, Marion ordnet sich unter. Die beiden bekommen zwei Söhne, Wunschkinder. [mehr]

 

Panoramabild menschen-hautnah

http://www1.wdr.de/fernsehen/dokumentation_reportage/menschen-hautnah/sendungen/der-traum-vom-aufstieg-100.html

WDR Fernsehen – Menschen Hautnah – Der Traum vom Aufstieg: Julia will es schaffen

Donnerstag, 21.01.2016 , 22:40 – 23:25 Uhr

Autorin: Nicole Rosenbach

Kamera: Frank Dunski, Petra Domres

Schnitt: Britta Lukas

Sprecher: Philipp Schepmann

Redaktion: Ulrike Schweitzer

Der Traum vom Aufstieg Julia will es schaffen

Als wir Julia Schmid vor drei Jahren kennen lernten, war sie völlig auf sich gestellt. Eine fleißige Schülerin vor dem Abitur mit drei Nebenjobs. Sie lebte allein und kämpfte sich ohne Unterstützung ihrer Familie durchs Leben. Ihr Ziel: das Abitur, und danach studieren. Julia möchte Richterin werden, sich für Gerechtigkeit einsetzen, die sie selbst nie erleben durfte. Sie wuchs in schwierigen Verhältnissen auf und musste immer wieder ins Heim.


Julia steht vor einem Gebäude und nah vor der Kamera
Bild 1 vergrößern Schülerin Julia möchte Juristin werden.

Julia hat Zweifel, ob sie den Aufstieg schafft. Ihre Chancen stehen schlecht. Denn in Deutschland entscheidet immer noch die soziale Herkunft über die Karriere.

Doch dann wird der Talentscout Suat Yilmaz von der Westfälischen Hochschule auf sie aufmerksam. Er unterstützt begabte SchülerInnen aus bildungsfernen Familien und setzt auf Julia. Gelingt ihr mit seiner Hilfe der Sprung an die Uni?


Julia steht angespanntt im Schulflur
Bild 2 vergrößern Zittern vor dem Abizeugis. Julia kämpft sich ohne Eltern durch.

In der ARD-Dokumentation 2013 „Du schaffst das! Ein Talentscout fördert Arbeiterkinder“ berichteten wir erstmals über Julia und die Arbeit von Suat Yilmaz. Die Politik hat reagiert. Das NRW Wissenschaftsministerium stellt nun jedes Jahr 6,5 Millionen Euro bereit, damit Talente wie Julia Schmid eine Chance für den Aufstieg bekommen. War Suat Yilmaz bis vor kurzem noch allein unterwegs im Kampf für mehr Bildungsgerechtigkeit, werden es in Zukunft 50 Talentscouts in Nordrhein-Westfalen sein.


Julia schaut den Talentscout Suat Yilmaz schüchtern an
Bild 3 vergrößern Talentscout Suat Yilmaz (r) will Julia durch das Studium begleiten.

Drei Jahre lang begleiten wir Julia bei ihrem Kampf um ihren Traum von einem besseren Leben. Wir erleben Höhen und Tiefen, Siege und Niederlagen. Der Film zeigt, wie Engagement und langfristige Unterstützung eine Karriere beeinflussen können.

Das Erste, 04.10.2015, 6:00 – 18:00Uhr

http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/deutschland-dein-tag/index.html
Einmaliger Blick auf Deutschland

Die einmalige Dokumentation „Deutschland. Dein Tag“ zeigt am 4. Oktober zum Auftakt der ARD-Themenwoche „Heimat“ zwölf Stunden lang von 6.00 – 18.00 Uhr Leben und Wirklichkeit an einem Tag in Deutschland.
So verdichtet, vielfältig, hautnah und berührend, wie es zuvor noch nie zu sehen war. Genau ein Jahr zuvor,
am 5. Oktober 2014, wurden dafür 99 Menschen zwölf Stunden lang von 60 Kamerateams begleitet.

ARD - Deutschland-Dein Tag - ein Selfie vom Team und Peter Wagner

ARD – Deutschland.Dein Tag – ein Selfie vom Team und Peter Wagner

ARD - Deutschland-Dein Tag - Das Team (v.l.n.r. Martin, Christiane und Petra)

ARD – Deutschland.Dein Tag – Das Team (v.l.n.r. Martin Radtki, Christiane Haas und Petra Domres)

Peter Wagner, Saarland,
Lebach & Saarbrücken

>> Der Lokalreporter Peter Wagner ist auch sonntags auf der Suche nach den besten Geschichten für die Saarbrücker Zeitung. <<

Name: Peter Wagner
Bundesland: Saarland
Ort: Lebach
Beruf: Journalist
Jahrgang: 1959
Zitat: „Es gibt nichts Schöneres auf der Welt, als Lokalreporter zu sein. Nah an den Leuten dran. Immer direkt Auge in Auge.“

 

 

ARD - Deutschland-Dein Tag - Peter Wagner und das Team

ARD – Deutschland.Dein Tag – Peter Wagner und das Team

ARD - Deutschland-Dein Tag - Peter Wagner

ARD – Deutschland.Dein Tag – Peter Wagner

http://www1.wdr.de/fernsehen/information/frautv/sendungen/verlassen100.html

Meine Frau hat mich verlassen

Ein Mann erzählt

Von Sabine Wagner

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Heute, 22.00 – 22.30 Uhr

„Ich hatte das Gefühl, alles läuft prima. Und dann der Schock. SIE hat mich verlassen.“ Trennungen durchlebt jeder. Und jeder erlebt sie anders. Männer reagieren auf Trennungen, die von ihrer Lebenspartnerin ausgegangen sind, aber anders als Frauen. Warum? Ist es wirklich nur der Stolz? Jens erzählt, wie es für ihn war, als ihn seine Frau nach 16 Jahren Beziehung plötzlich und für ihn überraschend verlassen hat. Bis heute weiß er nicht warum. Wie er die Trennung erlebt und verarbeitet hat, erzählt er bei mannTV.

Es war an einem Freitagnachmittag vor knapp zwei Jahren. Jens, damals 38, in Wochenendstimmung. Da erklärte ihm seine Frau, sie wolle ihn verlassen, noch mal neu durchstarten. Für Jens kam dieses Aus wie aus heiterem Himmel.


Jens steht am Wohnzimmerfenster in Jeans und grünem Oberhemd und schaut traurig hinaus. Er ist ein attraktiver Typ, der
Einsamkeit nach der Trennung. Grübeln und Gründe für das Aus suchen. Jens‘ Kopf fuhr Achterbahn.

Hinter den beiden lagen 16 Jahre Beziehung, davon zehn Jahre als Ehepaar. Sie galten bei allen Freunden als das „ideale Paar“. Immer liebvevoll im Umgang miteinander, unzertrennlich. Jens‘ Frau ist sehr krank und hat keine hohe Lebenserwartung. Er kümmerte sich, wollte ihr das Leben besonders schön machen. Vielleicht engte er sie mit zu viel Fürsorge ein? Er weiß es nicht. Er kann sich bis heute nicht erklären, warum sie wirklich ging.


Jens sitzt im einzig verbliebenen Sessel im Wohnzimmer. Er wirkt sehr einsam und verlassen.
Das Wohnzimmer war leer nach der Trennung. Nur ein Sessel war Jens geblieben.

Verzweiflung und Selbstzweifel

An jenem Freitagnachmittag konnte Jens nicht begreifen, dass sie es wirklich ernst meinte mit der Trennung. Das dauerte Tage. Es folgten Verzweiflung, Trauer, Wut, Selbstzweifel.

Mal wollte er alles „hinschmeißen“, seinen Job aufgeben, seine Wohnung verkaufen. Zweimal stand Jens kurz davor, sein Leben aufzugeben. Dann wieder stürzte er sich in seine Arbeit. Sie lenkte ihn ab, sie ließ ihn zeitweise vergessen.


Das Cockpit des Autos ist von hinten zu sehen, Jens, unser verlassener Mann, im Anschnitt in Fahrerposition. Autobahn und Brückenpfeiler sind durch die Windschutzscheibe zu erkennen.
Zweimal war Jens so verzweifelt, dass er einen Brückenpfeiler ansteuern wollte.

Jens‘ Kampf mit seinen Gefühlen dauerte viele Monate. Dann, ganz langsam, fand er Wege zurück in ein neues Leben, in dem er sich nicht mehr als Hälfte eines Ehepaares begreift, sondern einfach nur als Jens.


Jens beim Joggen. Er wirkt angestrengt, trägt ein grünes Shirt und kurze Hosen. Im Hintergrund sind Hügel und ein Dorf zu sehen.
Erst war es Weglaufen vor Trauer und Wut. Dann lief Jens zurück ins Leben.