Archiv für die Kategorie ‘Programmankündigung’

Und hier der Link zum Film:

https://www1.wdr.de/fernsehen/heimatflimmern/sendungen/die-loewen-von-der-wupper-der-gruene-zoo-100.html

Zoo

Zoo

„Die Löwen von der Wupper“ – Der grüne Zoo

12. April, 20.15 Uhr, WDR Fernsehen

„Früher, im alten Gehege, konnte man einfach mit dem Gartenschlauch etwas Regen simulieren, dann kamen die Löwen schnell rein. Das geht jetzt nicht mehr“, sagt Erik Baiersmann und seufzt. Denn mittlerweile warten er und seine Kollegin seit über einer Stunde darauf, dass auch der letzte Wuppertaler Löwe bereit ist in den Stall zu kommen.

Eine größere Löwen-Anlage gibt es in keinem anderen deutschen Zoo. Die Raubkatzen bewohnen das obere Ende des „Grünen Zoos“ in Wuppertal. Bis dorthin müssen die Besucher des grünen Zoos in schon ein gutes Stück die bergige Parklandschaft hinauf wandern.

Vorbei kommen sie dabei an den Elefanten, die vielleicht gerade von ihren Pflegern gewaschen werden. Oder an den Bonobos, die bei der täglichen „Tee-Zeremonie“ von einem Pfleger genau beobachtet werden: „Wenn sie einmal am Tag zusammen kommen, können wir sehen, ob keiner verletzt ist.“

Hinten, bei den Seelöwen, versucht Pflegerin Anja Hillen gerade, der einjährigen Nola das Fische fressen beizubringen. Bis sie es kann, darf sie nicht mehr hinaus zu den anderen Seelöwen, sonst würde sie immer wieder bei Mama Pebbles Milch trinken wollen. Danach muss Anja Hillen noch mit Eisbär Luka trainieren. Je besser er und die Pflegerin harmonieren umso leichter ist es bei medizinischen Problemen, ihn auch mal ohne Narkose zu untersuchen. Immer nur mit einem Gitter dazwischen, versteht sich.

Zoodirektor Arne Lawrenz zeigt derweil seine Lieblingstiere, die Milu-Hirsche:

„Diese Tiere waren leider völlig ausgerottet in der freien Wildbahn. Und dann hat man noch fünf Tiere in einer englischen Grafschaft gefunden und aus diesen fünf Tieren hat man die gesamte Welt-Populationen, mehrere tausend Tiere, wieder zurück gezüchtet“. Der Zoo als Ort des Artenschutzes, so sieht ihn der Zoodirektor. Und trotzdem weiß er, dass es immer Kritik geben wird. Sehr offen spricht Arne Lawrenz mit der Film-Autorin Christina Zühlke über den Konflikt bei Handaufzuchten. Zieht man verstoßene Jungtiere mit der Flasche auf, werden die Tiere vielleicht nie von ihren Artgenossen akzeptiert. Lässt man sie sterben, ist das besonders für die Pfleger sehr schmerzhaft mitanzusehen.

Für alle Tiere gibt es Datenbanken, ständig wird geschaut, welche Tiere wo am besten aufgehoben sind. Auch wer züchten darf wird geregelt. Denn kein Zoo kann mehr unendlich viele Jungtiere beherbergen.

Die WDR Dokumentation zeigt wie es früher im Zoo zuging und was den Zooalltag von Tieren und Pflegern heute ausmacht. Vor und hinter den Kulissen, mit spektakulären Tier- und Luftaufnahmen. Mitten in den grünen Hügeln von Wuppertal-Elberfeld. Zwischen Märchenbrunnen, Gründerzeit-Villen und Wuppertaler Schwebebahn.

  • Autorin: Christina Zühlke
  • Kamera: Petra Domres und Erik Sick
  • Ton: Martin Radtki
  • Drohne: Airpicture 24 und Marcel Lepel
  • Schnitt: Jörg Stahnke
  • Sprecher: Philipp Schepmann
  • WDR Redaktion: Barbara Schmitz

 

  • Produktion: PrimaDoma TV

(Info: Zudem wird der Film ab Weiberfastnacht (28.02.2019) um 11:11 Uhr online in der Mediathek zu sehen sein.)

https://www.wdr.de/programmvorschau/wdrfernsehen/sendung/2019-03-03/44015549/rote-funken-in-kuba.html

03.03.2019, 16.35 – 17.20 Uhr | WDR Fernsehen

Rote Funken in Kuba

Ein Film von Petra Domres und Sybille Schultz
Wiederholung: 05.03. 09.05 Uhr

 

„Viva Colonia“ heißt es in Havanna. 120 rote Funken werden in voller Montur in der kubanischen Hauptstadt karnevalistischen Geist versprühen. Dieser außergewöhnliche Besuch verspricht logistische Herausforderungen und wird ein diplomatisches Abenteuer. Werden es die Kölsch-Fässer durch den Zoll schaffen? Oder die Knabüs, die Holzgewehre? Wie kommen überhaupt 120 Funken und 10 Höhner inklusive ihrer Instrumente, Kostüme und Kamelle nach Havanna? Wie tropentauglich sind die Uniformen? Und wie offen ist man auf der Insel der Revolutionäre für persiflierende Soldatenauftritte der Kölner? Am 3. 10. jedenfalls, zum Tag der deutschen Einheit, stehen die die Funken Spalier beim Empfang in der Deutschen Botschaft. So der Plan. Sybille Schultz und Petra Domres belgeiten diese besondere Begegnung mit der Kamera. Eine Reportage zum Schunkeln.

 

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/karneval/video-wibbeln-unter-palmen—die-roten-funken-in-kuba-100.html

Hier und heute – Reportage

Veröffentlicht: 4. Dezember 2017 in Programmankündigung

http://www.ardmediathek.de/tv/Hier-und-heute-Reportage/Monheim-Wie-viel-Islam-vertr%C3%A4gt-eine-S/WDR-Fernsehen/Video?bcastId=45355906&documentId=47916764

Monheim – Wie viel Islam verträgt eine Stadt?

Warum in Monheim ein Moscheenstreit tobt
Eine Hier und heute Reportage von Lena Rumler
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WDR – Hier und Heute – Reportage – Monheim

Kostenlose Grundstücke für den Bau zweier Moscheen! Mit diesem in Deutschland bislang einmaligen Vorhaben ist die kleine Stadt Monheim in NRW im letzten Jahr in die bundesweiten Schlagzeilen gekommen. Ihr Bürgermeister Daniel Zimmermann will ein Zeichen für die Integration setzen. Der Aufschrei war groß in Monheim. Unter der Überschrift „Keine Steuergelder für Moscheegrundstücke“ versuchten die Oppositionsparteien die Pläne zu stoppen. Dabei ist Monheim eine der reichsten Kommunen in NRW und kann sich diesen Schritt leisten. Es geht im Kern also um andere Fragen, z.B. wieviel Islam toleriert die Stadt? Und gehören die Muslime schon so weit dazu, dass auch für sie Steuergelder ausgegeben werden dürfen? Fragen, deren Antworten aktueller und wichtiger kaum sein könnten. Für Monheim, aber auch für Deutschland.

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WDR – Hier und Heute – Reportage – Monheim

Bemerkenswert ist dabei, dass es die beiden Gemeinden seit Jahrzehnten in Monheim gibt, versteckt in Hinterhöfen. Daran hat bislang auch niemand Anstoß genommen. Aber nun will der Bürgermeister sie in die Mitte der Gesellschaft holen. Am Ortseingang und in einem Wohnviertel sollen die Moscheen stehen, mit Minaretten, Unterrichtsräumen und Cafés. Darin sehen einige Monheimer den Untergang des Abendlandes. Die Argumente dagegen sind vielfältig. Die Ängste diffus. Gleichzeitig bezeugen die Kritiker, dass sie nichts gegen Muslime haben und für Integration sind.

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WDR – Hier und Heute – Reportage – Monheim

„Hier und heute“ hat die Situation in Monheim über einige Monate beobachtet. Wir sind dabei, wenn die Politiker sich die Köpfe einschlagen, gehen in die beiden Moscheen, treffen Monheinmer, junge Muslime, Skeptiker und Befürworter. Eine spannende Bestandsaufnahme einer Stadt im Glaubenskampf.

 

Was trägst Du drunter?
Dessous von Muslima

von Franziska Schmidt

http://www1.wdr.de/fernsehen/frau-tv/sendungen/frautv-brustkrebs-106.html

Es wird viel diskutiert in diesen Tagen – über muslimische Frauen und ihre Kleidung: Kopftuch, Hijab, Burka – es geht immer um das, was muslimische Frauen drüber tragen. Aber was tragen sie drunter? Damit beschäftigt sich die Wahl-Kölnerin Cansu Gün. Selbst Muslima. Sie räumt auf mit den klischeehaften Bildern, die sich viele von muslimischen Frauen machen.

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Junge Krebskranke – neue Strategien fürs Überleben

Link zur Reportage: www1.wdr.de/verbraucher/gesundheit/junge-krebskranke-neue-strategien-102.html

Von Monika Härle

Kamera: Petra Domres & Hubert Schick
Schnitt: Holger Bischoff

Redaktion: Margit Höh

Jedes Jahr bekommen mehrere Tausend junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 39 Jahren die Diagnose Krebs gestellt. Tumore haben  Brust, Haut, Lymphdrüsen, Hoden oder Blut befallen. Für junge Menschen, die gerade im Leben durchstarten wollten, ist nichts mehr so, wie es vorher war.
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Die gute Nachricht: Mehr als 80 Prozent der jungen Erwachsenen werden geheilt. Doch was kommt dann? Oft stehen sie allein mit ihren Problemen und Ängsten. Kommt der Tumor zurück, wie verkrafte ich die Nebenwirkungen der Behandlungen? Sie wissen nicht, ob sie jemals Kinder bekommen können, eine Ausbildung oder ihr Studium schaffen, oder ob sie einen Partner fürs Leben finden werden.

Krebsbehandlung heute – Nebenwirkungen inklusive

Nach der Diagnose geht es meist sehr schnell, denn je früher mit der Behandlung begonnen wird, desto besser sind die Heilungschancen. In der Regel wird der Tumor zunächst operativ entfernt, dann kommen ein oder mehrere Behandlungszyklen Chemotherapie und häufig danach auch noch Bestrahlung.

Ärzte wissen, welche Neben- und Nachwirkungen die Mittel haben. Mit hochgiftigen Medikamentencocktails und Strahlen werden Krebszellen abgetötet – und dabei auch gesunde Körperzellen geschädigt. Bekannte Nebenwirkungen: Funktionsstörungen bei Herz, Lunge, Nieren oder  Magendarm. Hormone geraten durcheinander, die Konzentration fällt schwer und besonders schlimm: Das Risiko für neue, andere Krebserkrankungen – sogenannte Neoplasien – steigt. Chemo und Bestrahlung, das ist nach wie vor Standard in der Krebsbehandlung.

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Neue Therapien, neue Hoffnung

Neuerdings gibt es immer wieder hoffnungsvolle Nachrichten über neue, immer besser wirkende Krebsmedikamente. Es geht um neue Wirkstoffen, die entweder gezielt am Tumor angreifen oder das körpereigene Immunsystem stimulieren. In den meisten Fällen sind es spezielle Antikörper, die sich an bestimmte Oberflächenmoleküle von Körperzellen- oder Krebszellen heften und dort ihre Wirkung entfalten. „Personalisierte Medizin“ wird das genannt und die Wissenschaftler sind zuversichtlich, dass auch junge Erwachsene eines Tages von ihnen profitieren. Noch bekommen sie nur Patienten, bei denen nichts anderes mehr hilft.

Insbesondere eine neue Klasse von Antikörpern – sogeannte PD-1-Blocker – versetzen wichtige Abwehrzellen des menschlichen Körpers (T-Zellen) in die Lage, Tumorzellen wieder gezielt als bösartige fremde Zellen zu erkennen und zu zerstören. Die Tumorzellen schaffen es normalerweise, sich zu maskieren und praktisch vor dem Immunsystem zu verstecken, um nicht attackiert zu werden. Professor Andreas Engert von der Uniklinik Köln ist zuversichtlich:  „Vor 10 Jahren hat man noch gesagt ‚Die spinnen!‘, als wir gesagt haben, Hodgkin-Patienten oder andere Krebspatienten nur mit Antikörpern, also ohne Chemotherapie, zu heilen. Jetzt ist es realistisch.“

Kinder kriegen trotz Chemo?

Die Chemotherapie verursacht Unfruchtbarkeit, denn die giftigen Mittel schädigen Ei- und Samenzellen. Anders als bei der Spermienproduktion, können sich bei Frauen zerstörte Eierstöcke nicht wieder erholen und ein Kinderwunsch kann aus eigener Kraft nicht erfüllt werden.

An der Uniklinik Köln erforscht die Gynäkologin Gohar Rahimi Methoden, wie junge Krebspatienten nach einer erfolgreichen Therapie Eltern werden können. Eizellen, Samenzellen und auch befruchtete Eizellen können vor einer Chemo- und Strahlentherapie eingefroren werden und bei Kinderwunsch wieder aufgetaut werden. Die Gefriermethoden haben sich mittlerweile deutlich verbessert, so dass die Chancen für junge, geheilte Krebspatienten gut stehen, eigene Kinder zu bekommen.

Arzt sitzt vor einem Computer zur Kryokonservierung

Die Kryokonservierung hat sich mittlerweise deutlich verbessert.

Anders als bei Spermien ist das Verfahren bei Eizellen etwas komplizierter – es können nur einige Eizellen entnommen und eingefroren werden. Wenn 15 bis 20 Eizellen gewonnen und eingeforeren werden, gibt es eine realistische Chance auf eine spätere Schwangerschaft. Auch Eierstockgewebe kann eingefroren und später wieder transplantiert werden. Hier besteht eine 20- bis 25-prozentige Chance für eine Schwangerschaft. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten dieser sogenannten Kryokonservierung nicht, weder beim Mann noch bei der Frau. Die Kosten liegen zwischen etwa 600 bis ungefähr 3000 bis 4000 Euro. Am günstigen ist die Kryokonservierung von Spermien, bei Frauen kommen noch Kosten für Medikamente und operative Eingriffe zur Entnahme von Eizellen oder Eierstockgewebe hinzu.

Zurück ins Leben

Unmittelbar nach der Behandlung schließt sich in der Regel eine Rehabilitationsmaßnahme an, damit sich Patienten von den Strapazen der Krebsbehandlung erholen können. Auf junge Krebspatienten sind aber nur ganz wenige Kliniken spezialisiert, wie zum Beispiel die Junge Erwachsenen Reha (JER) Bad Oexen. Hier geht es nicht nur um Erholung, sondern auch darum, wieder eine neue Perspektive für das Leben „danach“ zu bekommen. Denn mittlerweile gibt es rund 250.000 Langzeitüberlebende nach Krebs.

Ein junger Patient in der Reha

Unmittelbar nach der Behandlung schließt sich in der Regel eine Rehabilitationsmaßnahme an.

Langzeitnachsorge – Suvivorship

Konkrete Vorgaben für die langfristige Krebsnachsorge und vor allem die Spätfolgenberatung existieren nicht. Engmaschige Nachsorgeuntersuchungen gibt es nur in den ersten drei bis fünf Jahren nach Ausbruch der Erkrankung, dann ist jeder auf sich alleine gestellt, um die Langzeit-Nachsorge zu organisieren – „Versorgungslücke“ nennen zahlreiche Experten das.

Darum wurde vor kurzem die Deutsche Stiftung junge Erwachsene mit Krebs gegründet. Sie will jungen Überlebenden helfen und sorgt langfristig für eine bessere medizinische und psychosoziale Betreuung. Und sie unterstützt Projekte wie das an der Uniklinik Köln: „Suvivorship“ genannt. Hier wird bei der Diagnose bereits die Spätfolgenbehandlung mitgedacht. Die Patienten werden nicht mehr aus den Augen gelassen, eben auch dann nicht, wenn sie als geheilt gelten.

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Hilfe durch Selbsthilfe

Hier leistet die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs wichtige Pionierarbeit. Ausdrücklich wendet sich die Stiftung an junge Menschen, da für sie zwar nach außen hin das Leben einfach weitergeht. Doch wie es in ihnen drin aussieht, können Nichtbetroffene kaum nachvollziehen. Sie will Mut zum Austausch machen, zur gemeinsamen Bewältigung der Krankheit.

Aber auch zahlreiche Vereine widmen sich auf lokaler Ebene der Unterstützung von jungen Krebspatienten, zum Beispiel der Kölner Verein Lebensdurst-ICH e.V., der  regelmäßig Herzenswünsche von jungen Patienten mit Krebs erfüllt. Mit diesem Verein gehen Betroffene zum Beispiel auf Segeltörn oder auf gemeinsame Konzerte. Sie lernen, dass trotz ihres Schicksalschlags normales Leben möglich und lebenswert ist. Für manche ist auf diese Weise Krebs nicht das Ende, sondern der Anfang eines neuen Lebens.