Archiv für Juni, 2012

Autor: Theo Heyen     Kamera: Petra Domres    

Ton: Martin Radtki     Schnitt: Nadine Näser, Thomas Weißmann    

Redaktion: Ingo Hülsmann

 Sie sind ab morgens neun da und passen 24 Stunden lang auf. Ihr Gebiet ist ein Stadtbezirk, der unterschiedlicher nicht sein kann: eine Hochhaus-Trabantenstadt umgeben von Dörfern. Viel Grün mit einem sehr rauen Betonherz. Sie wollen und sollen den Menschen helfen, aber nicht immer wird es ihnen gedankt. Es ist nicht leicht, Feuerwehrmann zu sein in Köln-Chorweiler.

Feuerwache 6″ ist ein Portrait der ersten Wachabteilung dort. Es ist ein regelmäßiger Blick hinter die Kulissen einer hochprofessionellen Gruppe von Rettern. Flankiert von Einsätzen geht es vor allem darum, wie insgesamt etwa 35 Männer rund um die Uhr mit ihrem Stadtbezirk und mit sich selbst klar kommen.

Unterschiedlicher kann eine Gruppe nicht sein. Neben den (wenigen) waschechten Kölnern sind da auch die Männer aus der Eifel, die bis zu hundert Kilometer entfernt wohnen – und die, wie Gerd R., sich mühsam an die kölschen Verhältnisse gewöhnen müssen: „Messies kannte ich bis dahin nur aus dem Fernsehen, bei uns gibbet sowat nicht.“ Herkunfts-übergreifend ist die Altersfrage. Alt gegen Jung ist nicht nur das ständige Motto beim Betriebssport, es prägt auch das Gemeinschaftsleben. „Die Jungen kennen doch nur noch das Laptop,“ mokieren sich die Alten.

Ein Haufen unterschiedlichster Männer, die alle das Herz auf dem rechten Fleck tragen und sich – verbal – zu behaupten wissen. Die dann im Einsatz sich blind aufeinander verlassen müssen. Eine strapazierfähige Truppe, die gleichwohl sensibel ist: „Einmal wollte ich gesund kochen, das kam nicht gut an“, so einer der Köche, „ich hab dann Zucker und Sahne dazu gekippt und alles war wieder bestens.“

Feuerwache 6″ erzählt von den großen und kleinen Geschichten rund um die Feuerwehr. Zum Beispiel auch darüber, wie die einige – nach außen hin – recht abgebrüht mit Tod und Elend umgehen. Und wie es sie dann trifft, wenn einem von ihnen nicht zu helfen ist. „Feuerwache 6“ ist kein Imagefilm, sondern eine inoffizielle Filmreihe. Darüber, wie sich 35 Männer gegenseitig Mut zusprechen. Eine Serie über Helden, die manchmal so gar keine Helden mehr sind und dann wieder über sich hinauswachsen. Eine Alltags-Serie: was passiert, wenn einer nachts seinen Einsatz verschläft? Was wird mit dem, der gerade Familie gegründet und ein Haus gebaut hat und dem die Entlassung droht? Und was wird, wenn der Schichtführer demnächst einen neuen Job antritt?

Feuerwache 6″ ist jeweils 24 Stunden lang dabei /// über Monate hinweg haben sich Autor und Protagonisten vertraut gemacht /// eine Filmreihe ohne Filter.

Folge 1: http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2012/05/02/lokalzeit-koeln-die-feuerwache.xml

Folge 2: http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2012/05/16/lokalzeit-koeln-die-feuerwache.xml

Folge 3: http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2012/05/30/lokalzeit-koeln-feuerwache-6.xml

Folge 4: http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2012/06/20/lokalzeit-koeln-die-feuerwache.xml

Folge 5: http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2012/06/27/lokalzeit-koeln-die-feuerwache.xml

Folge 6: http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2012/07/18/lokalzeit-koeln-die-feuerwache.xml

http://fw6-chorweiler.de/

Programmvorschau:

WDR Fernsehen 

Feuerwache 6 – Retter hautnah Sendung mit Untertiteln Stereo 16:9 Serie/Unterhaltung
Sonntag, den 2. September 2012, 15:30 – 16:00
Ein Film von Theo Heyen
Der Stadtbewohner als solcher ist im Grunde eine hilflose Person. Niemand weiß das besser als die Männer von der Kölner Feuerwache 6. Es gibt keine Banalität, wegen der nicht der Notruf gewählt wird. Zum Beispiel der Mann, der es nicht schafft, selbst die Stromsicherung seines Backofens herauszudrehen. Dabei haben die Wehrmänner schon so genug zu tun. Insgesamt 9.600 Mal jährlich rücken sie mit ihren Lösch- und Rettungsfahrzeugen aus, und nicht selten geht es dabei um Leben und Tod.
Ihr Einsatzgebiet ist der Stadtbezirk Chorweiler. Eine Trabantenstadt mitten im Grünen, ein heißes Pflaster. Hochhäuser, von denen auch schon mal Gegenstände auf die Retter herab geworfen werden. Die Feuerwache selbst ist dagegen ein beinahe paradiesischer Ort, mit selbst angelegtem Obstgarten und einem Sandplatz für Beachvolleyball. Ein Männerhort, so nennen sie das Gebäude. Hier verbringen sie manchmal mehr Zeit mit ihren Kameraden als mit der eigenen Familie. Der WDR hat die erste Wachabteilung der Feuerwache 6 über viele Wochen hinweg begleitet – rund um die Uhr. Ein hautnahes Porträt einer bunt gemischten Gruppe Alltagshelden.

Was gedreht wurde (Mai 2012)

Veröffentlicht: 1. Juni 2012 in Was gedreht wurde

WDR Westart

http://www.wdr.de/tv/westart/dienstag/sendungsbeitraege/2012/0515/index.jsp

Anderland

Anderland

 

 

 

 

Krebbers Köln

http://www.wdr.de/studio/koeln/serien/krebberskoeln/index.html

Captain Boderline un Co.

St. Ursula

Goldkammer

FreiLuGa

Forstbotanischer Garten

Agnesviertel